{"id":3412,"date":"2021-08-24T11:26:00","date_gmt":"2021-08-24T10:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/icombine.net\/?p=3412"},"modified":"2022-06-02T15:54:10","modified_gmt":"2022-06-02T14:54:10","slug":"podcast-interview-tim-bosenick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icombine.net\/de\/blog\/podcast-interview-tim-bosenick","title":{"rendered":"Interview: Wie Projekte mithilfe von Handt\u00fcchern zum Erfolg werden"},"content":{"rendered":"<p>Mitte des Jahres war unser CEO Richard zu Gast bei <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/timbosenick\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tim Bosenick<\/a> und seinem beyond your business Podcast. Tim ist Transformationsberater und Pionier der Employee Experience (EX) Bewegung, die darauf abzielt, mitarbeiterzentrierte Organisationen zu etablieren. Er wollte mehr \u00fcber die Entstehungsgeschichte von iCombine und die Ideen hinter dem L\u00f6sungsansatz unserer Software wissen. Das Interview ist am 12.06.2021 erschienen und kann bei <a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/4kz2S5bcWd8dzwdfOeEIFo?si=b9y1WjBpTSia9yi4XJ1iXQ&amp;dl_branch=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spotify<\/a> oder <a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/de\/podcast\/beyond-your-business-der-podcast-f%C3%BCr-das-arbeitsleben\/id1562212740\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple<\/a> nachgeh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Moin, Richard, kennst Du von Douglas Adams \u201ePer Anhalter durch die Galaxis\u201d?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Kl\u00e4re mich auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Das ist ein etwas \u00e4lteres Science-Fiction Buch und ziemlich abgefahren. Da ich ein absoluter Fan bin, bekommt jeder oder jede einen Abschnitt aus diesem Buch, in der Hoffnung, dass er oder sie das dann auch liest, falls das noch nicht geschehen ist. Ich versuche auch immer dann einen Bogen zum Thema zu schlagen. Der Anhalter durch die Galaxis ist ein Reisef\u00fchrer f\u00fcr die Galaxis und da stehen interessante Dinge drin, unter anderem \u00fcber Handt\u00fccher. Das lese ich jetzt mal kurz vor.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEin Handtuch, hei\u00dft es, ist so ungef\u00e4hr das N\u00fctzlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von gro\u00dfem praktischem Wert \u2013 man kann sich zum W\u00e4rmen darin einwickeln, wenn man \u00fcber die kalten Monde von Jaglan Beta h\u00fcpft; man kann an den leuchtenden Marmor Sandstr\u00e4nden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden D\u00e4mpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot gl\u00fchenden Sternen in den W\u00fcsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Miniflo\u00df verwenden, wenn man den tr\u00e4gen, bed\u00e4chtig str\u00f6menden Moth-Fluss hinunter segelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen sch\u00e4dliche Gase zu sch\u00fctzen oder dem Blick des Gefr\u00e4\u00dfigen Plapperk\u00e4fers von Traal zu entgehen (ein zum Verr\u00fccktwerden d\u00e4mliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen \u2013 bescheuert wie eine B\u00fcrste, aber sehr, sehr gefr\u00e4\u00dfig).\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>So, was das Handtuch in der Galaxis, ist iCombine im Projektmanagement, etwas unfassbar Praktisches. Das war jetzt meine gro\u00dfartige Br\u00fccke. Und vielleicht magst Du mal ein bisschen erz\u00e4hlen, was iCombine ist und wie ihr tats\u00e4chlich auf eine ganz hervorragende Art und Weise Firmen helfen k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Ja, das ist ein sehr sch\u00f6nes Bild, das Du gerade in meinen Kopf transportiert hast. Tats\u00e4chlich, welches Startup m\u00f6chte nicht das universelle, einsetzbare Handtuch sein? Die Herausforderung liegt nat\u00fcrlich darin, sich erst mal auf einen Anwendungsfall zu konzentrieren und diesen dann schrittweise zu erweitern.<\/p>\n<p>Unser Startup gibt es seit 2016. In 2018 haben wir uns komplett neu ausgerichtet und auf das Thema Projektmanagement eingeschossen. Was machen wir also? Wir haben eine Software gebaut, die innerhalb einer Organisation Mitarbeiter mit passenden Projektrollen, mit Trainings, aber auch mit Kolleginnen und Kollegen verbindet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unserer Explorationsphase haben wir gesehen, dass sehr viele Organisationen gar nicht wissen, was f\u00fcr Kompetenzen, Interessen oder auch Verf\u00fcgbarkeiten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben. Das wirkt sich sehr negativ auf die Koordinierung von Projekten aus: Teams werden deswegen nicht optimal zusammengesetzt. Die Arbeitsresultate sind schlechter, weil die Passgenauigkeit zwischen dem Team und Kundenanforderungen nicht hoch ist. Letztendlich ist der Kunde dann unzufrieden und darunter leidet auch die Motivation der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Da haben wir uns gedacht: Okay, das sollte anders funktionieren. Und zwar auf Basis von Daten, aber auch unter Einbezug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In unserer Software nehmen wir die Kompetenzen, Verf\u00fcgbarkeiten und Interessen dieser internen Expertinnen und Experten sehr strukturiert auf. Dabei k\u00f6nnen \u00fcbrigens ebenso auch Freelancer eingebunden werden. Dann berechnet iCombine die Passgenauigkeit zwischen den Kompetenzprofilen und offenen Projektrollen, Trainings oder Anfragen anderer Kollegen.<\/p>\n<p>Das maximiert die Passgenauigkeit zwischen den Mitarbeiterkompetenzen und dem externen Kundenbedarf. Es f\u00f6rdert den Wissensaustausch zwischen Kollegen und ein internes Netzwerk zwischen Abteilungen. Firmen k\u00f6nnen schneller auf Marktanfragen reagieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden einbezogen und gefragt: \u201eHey, habt ihr Interesse daran, bei bestimmten Dingen mitzuwirken?\u201d Nat\u00fcrlich kann mit unserem Tool auch die Auslastung gesteigert werden. Durch eine Datenanalyse schaffen wir es au\u00dferdem, bedarfsgerechte Weiterqualifizierungen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Cool, wie seid ihr denn darauf gekommen? Es ist schon recht speziell, Du hast gesagt ihr habt einen <a href=\"https:\/\/icombine.net\/de\/blog\/pivot-validation-launch-2017\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pivot<\/a> gemacht. Gab es eine initiale Gegebenheit, die euch darauf gebracht hat?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Gestartet sind wir mit einer Idee im Bereich Recruiting. Ich komme urspr\u00fcnglich aus der Personalberatung. Wir haben damals festgestellt: Menschen tun sich unglaublich schwer mit Jobtiteln, nach denen sie im Internet suchen. Keiner wei\u00df wirklich, was sich hinter den verschiedenen Titeln tats\u00e4chlich verbirgt. Unsere erste Idee war deshalb eine Jobplattform, bei der du als Jobsuchender nicht mehr den Jobtitel kennen musst, sondern letztendlich angibst was du kannst und was dich interessiert. Unsere Plattform zeigt dir dann passende Unternehmen und Vakanzen. Bei der Entwicklung der Idee sind wir aber sehr schnell an die Grenzen des Henne und Ei Problems gesto\u00dfen: Es war schwierig, Arbeitssuchende und Unternehmen gleichzeitig auf die Plattform zu bekommen. L\u00f6sen wollten wir das durch eine Kooperation mit Messebetreibern.<\/p>\n<p>Im Rahmen eines kleinen Piloten auf einer Messe haben wir dann einen Manager von einer mittelgro\u00dfen Unternehmensberatung kennengelernt. Er hat sein Leid geklagt davon, wie schwierig und undurchsichtig es f\u00fcr ihn ist intern Projekte mit passenden Menschen zu besetzen. Wie auf dem Arbeitsmarkt hatte er ein Zuordnungsproblem von Leuten, die Kompetenzen anbieten und Menschen, die diese Kompetenzen suchen. Nur eben innerhalb seiner eigenen Firma. Viele Manager wie er nutzen veraltete Lebenslaufdatenbanken, Kalender und Exceltabellen f\u00fcr die Planung von Projekteins\u00e4tzen. Wir haben bei \u00fcber 100 Interviews mit anderen Unternehmen herausgefunden, dass es unglaublich viel Zeit beansprucht, um Projektteams zusammenzustellen. Gleichzeitig haben viele Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, ihre Zuordnung auf Projektrollen erfolgt eher willk\u00fcrlich oder nach Nasenfaktor. Also war wirklich niemand zufrieden mit diesem Prozess. Das war der initiale Aufh\u00e4nger f\u00fcr die Idee, die wir jetzt in eine Software umgesetzt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3417\" style=\"width: 876px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3417\" class=\"wp-image-3417 \" src=\"https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Personalplanung-in-dynamischen-Unternehmen-ist-herausfordernd.jpg\" alt=\"\" width=\"866\" height=\"309\" \/><p id=\"caption-attachment-3417\" class=\"wp-caption-text\"><em>Die Personalplanung in dynamischen Unternehmen ist sehr herausfordernd<\/em><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Cool! Macht es Sinn diese Software erst ab einer bestimmten Unternehmensgr\u00f6\u00dfe einzusetzen? Ich kann mir vorstellen, in einer kleineren Firma kennt man wahrscheinlich die MitarbeiterInnen besser und kann es schneller einsch\u00e4tzen. Gibt es da eine Schwelle, wo ihr sagt: \u201eAb da macht es Sinn\u201d?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Unser kleinster Kunde ist tats\u00e4chlich mit 35 Mitarbeitern gestartet. Nach dem Onboarding der Belegschaft ist aufgefallen, dass die Kolleginnen und Kollegen tats\u00e4chlich ein viel breiteres Spektrum an Expertisen besitzen. Es kam heraus, dass diese Personen f\u00fcr viel mehr Aufgaben qualifiziert w\u00e4ren, bislang aber eher einseitig eingesetzt wurden. Es ist schnell aufgefallen, dass ad hoc Projektumplanungen nun viel besser realisiert werden k\u00f6nnen. Das hei\u00dft, innerhalb unserer Software kann ich als Projektmanager sagen: Die Kollegin A nehme ich von einer Projektrolle runter, weil es eine andere Kundenanfrage gibt. Ich sehe aber, dass Kollege B eine gute Alternative w\u00e4re und frage, ob er Interesse hat. Gerade in sehr hochdynamischen Projektumfeldern kann unsere Software hier schon f\u00fcr kleinere projektorientierte Unternehmen einen entscheidenden Mehrwert liefern. Wir sehen eine Schwelle bei ungef\u00e4hr bei 50 Mitarbeitern, dann wird es in hochdynamischen Umfeldern wirklich kompliziert. Gerade weil wir uns als Wissensarbeiter st\u00e4ndig neue F\u00e4higkeiten aneignen k\u00f6nnen, ist es wichtig, einen \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung der Menschen zu behalten. \u00a0Als Mitarbeiter kann ich in iCombine selbst jederzeit meine Kompetenzen und Interessen anpassen und dementsprechend sehen, auf welche Initiativen ich innerhalb der Firma passe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>K\u00f6nnte man <em>Push und Pull<\/em> machen, die Mitarbeiter erg\u00e4nzen ihre Profile und sehen, welche Projekte passen? Umgekehrt kann ich als Leiter gucken: Welcher Mitarbeiter passt da rein?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Richtig, genau so sieht es aus. Je nach Unternehmenskultur kann ich sagen: Bei mir ist alles transparent, ich m\u00f6chte, dass meine MitarbeiterInnen alle Projektrollen und Trainings sehen oder passende Personen finden k\u00f6nnen f\u00fcr den kollegialen Austausch. Aber wenn ich mich als Organisation noch auf dem Weg in die kollaborative Arbeitswelt befinde, dann kann ich mit dem klassischen top-down Projektstaffing starten und sukzessive in den bottom-up Ansatz wechseln.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Ich finde es insofern ganz spannend, dass Projektarbeit im Unternehmen generell schwieriger sein kann. Du hast deine normale T\u00e4tigkeit in der Linie und dann kommt jemand und sagt: \u201eJetzt gibt es ein Extraprojekt und das musst du an 8 Stunden in der Woche machen\u201d. Dann geht der Kampf los um die Stundenbudgets. Habt ihr da Erfahrung, ob diese Probleme weniger auftauchen, wenn die Menschen gut zum Projekt passen? Merkt ihr einen Unterschied bei Firmen, die eure Software nutzen? Hat sich die Qualit\u00e4t der Projektarbeit positiv entwickelt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>F\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird der Grund ersichtlich, warum sie f\u00fcr eine bestimmte Rolle angefragt werden. Das steigert nat\u00fcrlich auch die Motivation. Wenn ich als Mitarbeiter selbst sehe, dass ich mich einbringen kann, dass meine Expertise gebraucht und wertgesch\u00e4tzt wird, und wenn ich verstehe wie meine Rolle in das in das Gesamtbild des Projekts passt, dann bin ich nat\u00fcrlich motivierter, Leistung abzuliefern. Das k\u00f6nnen wir bei unseren Kunden definitiv observieren, dieses Feedback bekommen wir auch. Bei unseren Kunden ist es haupts\u00e4chlich so, dass es diese Linienarbeit gar nicht gibt. Es ist eine reine Projektorganisation. Aber wir befinden uns auch in Gespr\u00e4chen mit Unternehmen, die sowas wie Leuchtturmprojekte \u00fcber iCombine organisieren wollen. Dadurch, dass ich in der Software eine Grundverf\u00fcgbarkeit eingeben kann, dementsprechend die Verf\u00fcgbarkeit durch die Projektbuchung abschmelze, sehe ich dementsprechend: Wer ist verf\u00fcgbar? Wer ist komplett ausgelastet?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Eine Nachfrage zu dem, was ihr von den MitarbeiterInnen erhebt, was die dort eintragen k\u00f6nnen. Sind das reine Kompetenzen oder auch sowas wie Werte oder Soft Skills?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Zu Beginn der Softwareentwicklung haben wir uns auch mit der Frage besch\u00e4ftigt: Was wollen wir hier eigentlich erheben? Wir haben unglaublich viele Interviews gef\u00fchrt mit Projektmanagern und mit MitarbeiterInnen um herauszufinden: Was ist \u00fcberhaupt relevant bei einem Matching zwischen Projektrolle und Experten? Mit unserem L\u00f6sungsansatz stellen wir es der Organisation komplett frei, was sie \u00fcber ihre MitarbeiterInnen erfahren m\u00f6chte. Es ist m\u00f6glich innerhalb der Software einen sogenannten Profilkatalog anzulegen. In diesem Profilkatalog k\u00f6nnen verschiedene Kategorien hinterlegt werden, zum Beispiel Hard Skills oder Soft Skills. Du kannst aber auch nach Hobbys fragen, Sprachen, nach pers\u00f6nlichen Werten. Alles was f\u00fcr das Matching relevant ist, wird dann von der Organisation innerhalb der Kategorien vordefiniert.<\/p>\n<p>Unsere Software konvertiert diesen Katalog in ein klickbares Interview. Beim Onboarding kann sich ein Nutzer dann durch das vordefinierte Interview klicken und damit ein eigenes Profil erstellen. Das kann alles M\u00f6gliche enthalten, was potentiell relevant ist. Der Vorteil dieser Herangehensweise besteht darin, dass ich mir als Mitarbeiter keine Buzzwords auszudenken muss, um mich selbst zu beschreiben. Dieses Buzzword-Problem kennt jeder, der bei LinkedIn schon mal nach Menschen gesucht hat. Da muss man antizipieren k\u00f6nnen, welche genauen Begriffe jemand in sein Profil angegeben hat, um diese Person ausfindig zu machen. Beispiel: Ich suche nach Sales, die Person hat aber Key Account Management oder Vertrieb\u00a0 angegeben. Dieses Problem umgehen wir in der Software, weil den Anwendern alles vorgegeben wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Wenn ich es richtig verstanden habe: Jede Firma kann frei entscheiden, was in das Profil der Mitarbeitenden aufgenommen wird. Ich besch\u00e4ftige mich mit dem Thema Human Centricity. Du hast schon erw\u00e4hnt, die Mitarbeitenden sind motivierter, weil sie wissen, warum sie ausgew\u00e4hlt werden. Sie arbeiten auf ihren St\u00e4rken und nicht auf den Schw\u00e4chen. Gibt es sonst Aspekte wo Du sagst: Das ist ein spannendes Tool, um die Mitarbeiterorientierung noch weiter in Firmen hineinzutragen?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Firmen k\u00f6nnen zum Einen auch Trainings anlegen, innerhalb von iCombine. Ich suche nach Menschen und lege eine Rolle an, eine Trainingsrolle, sagen wir mal in der agilen Softwareentwicklung. Ich suche nach Leuten, die auf Kompetenzlevel 2 sind und sich interessieren besser zu werden. Dann kann ich diese Menschen identifizieren und dieses Training letztendlich f\u00fcr alle sichtbar machen. Ich als Mitarbeiter sehe nicht nur, welche Projektrollen aktuell besetzt werden, sondern auch welche Trainings in der Pipeline sind. Das beantwortet die Frage: Wie kann ich mich innerhalb der Organisation weiterentwickeln? Talentierte Menschen verlassen ja oft ein Unternehmen, wenn sie merken: Ich habe hier keine Perspektive und gehe lieber mich drau\u00dfen auf dem Markt nach neuen Chancen umschauen.<\/p>\n<p>Als Nutzer kann ich auch sehen, wer mit mir im Team zusammenarbeitet? Wer sind meine Kollegen, wie sind die eingesetzt? Ich kann, wenn es die Organisation m\u00f6chte, auch erkennen, was die f\u00fcr Kompetenzen haben.<\/p>\n<p>iCombine macht es au\u00dferdem m\u00f6glich, dass ich Kolleginnen und Kollegen finde, wenn ich einfach eine Fachfrage habe und daf\u00fcr nicht ein komplettes Projekt aufsetzen m\u00f6chte. Zum Beispiel: Wer versteht chinesisch und kennt sich mit PowerPoint aus? Das f\u00f6rdern das Netzwerk zwischen KollegInnen.<\/p>\n<p>Der letzte Aspekt, den ich anbringen w\u00fcrde, ist, dass auch die Projektplanung an sich kollaborativer gestaltet werden kann: Jeder Mensch innerhalb unserer Software kann zu einem Projektmanager gemacht werden. Und zwar mit verschiedenen Zugriffsleveln auf einem Projekt. Ich kann sagen: \u201ePass auf Tim, ich m\u00f6chte, dass Du die Projektleitungsrolle \u00fcbernimmst, und zwar nur f\u00fcr dieses eine Projekt. Ich gebe Dir die Freiheit, nach anderen Menschen zu suchen und die in Dein Team zu holen. Somit k\u00f6nnen Mitarbeitende innerhalb ihrer Organisation auch neue Verantwortungen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3419\" style=\"width: 509px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3419\" class=\"wp-image-3419 \" src=\"https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Vier-Mehrwerte-von-iCombine.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Vier-Mehrwerte-von-iCombine.jpg 499w, https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Vier-Mehrwerte-von-iCombine-480x479.jpg 480w\" sizes=\"auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 499px, 100vw\" \/><p id=\"caption-attachment-3419\" class=\"wp-caption-text\">Durch kompetenzbasierte Projektplanung, parameterbasierte Identifizierung von Experten und eine intuitive UX wird iCombine zum zentralen Tool f\u00fcr die Personalplanung.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Das Tool ist nicht nur ein Selektionstool f\u00fcr Projektmitarbeitende, sondern auch, logischerweise, eine Kompetenzdatenbank f\u00fcr die Mitarbeitenden. Ist iCombine auch international einsetzbar? Auch f\u00fcr eine Firmen, die englisch sprechen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Genau, iCombine ist eine Software-as-a-Service L\u00f6sung. Sie ist \u00fcberall im Internet \u00fcber einen Browser aufrufbar. Aktuell ist unsere Interface-Sprache Englisch. In Zukunft werden wir auch andere Sprachen anbieten. Dadurch, dass wir vor allem zu Beginn mit Kunden aus den Bereichen IT, Unternehmensberatung und Dienstleistung zusammengearbeitet haben, war \u00a0Englisch die meistgew\u00fcnschte Sprache. Als Unternehmen kann ich aber jetzt schon meinen Profilkatalog auf Deutsch anlegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Ob ein Projekt klassisch oder agil ist, scheint ja dann auch zweitrangig zu sein \u2013 Hauptsache ich finde Personen mit den passenden Kompetenzen. Wisst ihr von euren Kunden, ob die Qualit\u00e4t der Projekte durch den Einsatz von iCombine gestiegen ist? Was waren Dinge, die sich ver\u00e4ndert haben durch euer Tool?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong><a href=\"https:\/\/icombine.net\/de\/blog\/success-story-agilitaet-bedeutet-planen-und-umplanen-in-kurzen-intervallen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir stehen in regelm\u00e4\u00dfigem Austausch mit unseren Kunden und observieren die Ver\u00e4nderungen auf Nutzer und die Organisation.<\/a> Gerade nach dem Onboarding von Mitarbeitern gibt es immer viele Aha-Effekte:. \u201eOh, Frau Schulze hat Kompetenzen in einem Bereich, in dem wir sie gerade nicht einsetzen. Sie hat sogar Interesse daran, sich in dem Bereich weiterzuentwickeln, also gibt es uns die M\u00f6glichkeit, eine flexiblere Personaleinsatzplanung mit Frau Schulze zu machen. Zweiter Effekt ist nat\u00fcrlich, dass nun die Passgenauigkeit zwischen Kundenanfragen und Kompetenzen des Projektteams h\u00f6her ist. Alle Teammitglieder erkennen explizit: Welche Kompetenzen werden von mir im Projekt gefordert und wie tragen sie zum Erreichen des Projektziels bei? Das ist schon etwas, was unsere Kunden observieren k\u00f6nnen. Was wir nat\u00fcrlich auch sehen, ist dass sich eine Organisation mit unserem Tool einen Komplett\u00fcberblick dar\u00fcber verschafft, welche Skills und welche Interessen es in der gesamten Organisation gibt. Dadurch kann analysiert werden: Wo sind wir besonders stark aufgestellt, wo sind wir noch nicht so stark aufgestellt? In welchen Bereichen sollten wir Trainings- und Rekrutierungsma\u00dfnahmen initiieren?<\/p>\n<p>Der letzte Punkt ist die Auslastung: ich habe als Organisationnat\u00fcrlich einen besseren \u00dcberblick dar\u00fcber, wer gerade auf welchem Projekt arbeitet oder frei wird? Das hilft Projektplanern zu erkennen, welche n\u00e4chsten M\u00f6glichkeiten jemandem angeboten werden k\u00f6nnen, der bald \u201eauf der Bank sitzt\u201c, wie man das in der Unternehmensberatung sagen w\u00fcrde. Damit kann ich ganz klar meine Planung optimieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Das stimmt, das hattest Du vorhin schon erw\u00e4hnt, das ist ein Auslastungs-Planungs-Tool.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Genau, wir verschmelzen verschiedene Welten: Kompetenzmanagement, Team- und Projektplanung, Auslastungsmanagement und Mitarbeiterweiterentwicklung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3415\" src=\"https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Die-vier-Sa\u0308ulen-von-iCombine.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Die-vier-Sa\u0308ulen-von-iCombine.jpg 800w, https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Die-vier-Sa\u0308ulen-von-iCombine-300x300.jpg 300w, https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Die-vier-Sa\u0308ulen-von-iCombine-150x150.jpg 150w, https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Die-vier-Sa\u0308ulen-von-iCombine-768x768.jpg 768w, https:\/\/icombine.net\/wp-content\/uploads\/Die-vier-Sa\u0308ulen-von-iCombine-480x480.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><em>Die iCombine SaaS verbindet vier Elemente, um die <strong>Talentmobilit\u00e4t<\/strong> innerhalb von Organisationen zu f\u00f6rdern.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Was f\u00fcr ein cooles Handtuch, f\u00fcr Projektarbeit. Dann war der Vergleich ja gar nicht so weit hergeholt. Ich bin mit meinen Fragen so langsam am Ende, gibt es von Deiner Seite noch was oder haben wir noch was vergessen? Habe ich eine wichtige Frage nicht gestellt?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Ich stelle mir mal selbst die Frage \u00fcber die Langzeitvision, die wir mit iCombine verfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Vielen Dank, das ist eine super Frage!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Wir gehen davon aus, dass der Netzwerkcharakter generell im Gesch\u00e4ftsumfeld eine stetig wachsende Rolle spielt. Menschen wollen immer mehr eingebunden werden, aber auch \u00fcber ihren Tellerrand hinausschauen. Das m\u00f6chten wir mit iCombine f\u00f6rdern, indem wir nicht nur interne Kolleginnen und Kollegen verbinden, sondern auch Freelancer managen. Mit der Software k\u00f6nnte also auch eine Interims Management Organisation koordinieren. In iCombine ist jeder Mensch ein freies Radikal, das sich dort andocken kann, wo es am meisten gebraucht wird. Ich glaube, immer mehr zukunftsweisende Unternehmen werden es ihren ihren\u00a0 MitarbeiterInnen erlauben, sich selbstorganisiert in den eigenen Strukturen bewegen zu k\u00f6nnen. Bei iCombine denken wir diesen Ansatz sogar noch einen Schritt weiter. Wir k\u00f6nnten es uns auch vorstellen, nicht nur Menschen innerhalb einer Organisation zu verbinden, sondern auch Menschen aus verschiedenen Organisationen. Sogenannte Joint Venture Projekte mit iCombine zu initiieren w\u00e4re dann die Idee. Wenn ich eine Unternehmensberatung und einen IT Dienstleister habe, die gemeinsam auf dem Markt Projekte realisieren wollen, dann k\u00f6nnte man auch hingehen und als Projektmanagement Office \u00fcber diese beiden Organisationen hinweg Leute in die Teams hineinziehen. Dementsprechend wird wieder Expertise geb\u00fcndelt, die jede einzelne Partei nicht alleine hat. Und damit lassen sich Projekte realisieren, die so sonst nicht stattfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Das kommt tats\u00e4chlich dem verteilteren Arbeiten total zugute. Aufgrund von Corona sehen wir ja, dass es zum Teil sinnvoll ist, digitale Plattformen zu haben, \u00fcber die man Arbeit koordinieren kann, weil Menschen sich zum Teil \u00fcber Wochen, Monate nicht sehen, und dann trotzdem Projekte aufgesetzt werden m\u00fcssen. Welchen Einfluss hatte Corona auf euch?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Wir haben definitiv gesehen, dass letztes Jahr die Anzahl der Demoanfragen deutlich gestiegen ist. Dort, wo fr\u00fcher die Teammeetings stattgefunden haben, m\u00fcssen die Leute ins Digitale gehen und nutzen letztendlich unsere Software, um eine objektive Vorauswahl von Kolleginnen und Kollegen zu treffen. Wir empfehlen, ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch mit den in iCombine vorausgew\u00e4hlten Expertinnen zu f\u00fchren, bevor die Projektrollen tats\u00e4chlich besetzt werden \u2013 zum Beispiel um die pers\u00f6nliche Motivation noch mal abzuklopfen oder auch die Harmonie im Team zu gew\u00e4hrleisten. Unsere Software hilft definitiv bei der Orientierung und Vorauswahl auf Basis von Parametern, die vorher in G\u00e4nze nicht bekannt waren. Der soziale Aspekt des Zusammenarbeitens erf\u00fcllt sich dann mit der direkten zwischenmenschlichen Kommunikation und Kooperation.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tim: <\/strong>Klasse, das h\u00f6rt sich doch super an! Ich w\u00fcnsche euch weiterhin viel Erfolg. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Tsch\u00fcss auch an alle Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Richard: <\/strong>Auch von mir, vielen Dank f\u00fcr die Einladung! Es war mir eine gro\u00dfe Freude. Ich bin gespannt auf die n\u00e4chsten Podcast-Folgen, die Du rausbringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Bist du bereit f\u00fcr das Skillmanagement und die Projektplanung der Zukunft?<\/h3>\n<p>M\u00f6chtest du deine Projekterfolge auch steigern und mehr \u00fcber iCombine erfahren? Dann starte jetzt die <a href=\"https:\/\/my.icombine.net\/signup\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Free Trial<\/a> oder vereinbare eine <a href=\"https:\/\/icombine.net\/de\/demo-buchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demo<\/a> mit Richard.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tim Bosenick und Richard Schentke sprechen in diesem Podcast-Interview \u00fcber die Erkenntnisse, die wir bei der Entwicklung von iCombine gewonnen haben. Wir thematisieren Mehrwerte, die durch eine Transparenz von Kompetenzen und ein aktives Wissensmanagement gewonnen werden. 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